Newsletter 2-2007

Mitgliederrundschreiben der Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung e.V.

4. Ausgabe: 2.Halbjahr/ 2007

1. TAGUNG & FORTBILDUNG
Bericht und Beiträge der
– 33. Fortbildungstagung im Lassalle-Haus Bad Schönbrunn

2. TERMIN & NOTIZ
– 41. Medizinische Woche in Baden-Baden: 4 Vorträge der ÄGHE
– Termine 2007/2008
– Begrüssung: 4 neue Mitglieder

3. THERAPIE & FALL
– 2 Fälle: Eva Lischka, Malteser Klinik von Weckbecker

4. WISSEN & WERT
– Internet-Auftritt: höchste Besucherzahlen zur Osterzeit
– Einsicht: Die DGE erkennt den Wert des Fastens an

5. FASTEN & KURIOSES
– Lebensverlängernd: Der Trick beim Fasten
– Herausforderung: Der Pernegger Fastenpilgerweg
– 179km die Thaya entlang
6. BUCH & TIPP
– Neu: Mein Weg zum Wohlfühlgewicht von Peter Faulstich

Vollständiger Newsletter als pdf: aeghe-newsletter-2-2007

Liebe Mitglieder der ÄGHE,
Mit Freude stellen wir fest, dass die Fastentherapie immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht und weiter universitäre Forschungsarbeit diesbezüglich geleistet wird.
Damit wir als ÄGHE weiterhin Tagungen auf hohem fachlichen Niveau durchführen können, bitte ich Sie um rege Mitgliederwerbung! Natürlich sollten die Ärzte an den Kliniken, die wir explizit empfehlen, Mitglieder unserer Gesellschaft sein. Nur durch regelmäßigen, intensiven Austausch auch bezüglich interessanter Kasuistiken, können wir die große Indikationsbreite des Fastens demonstrieren. Bitte stellen Sie besondere Fastenverläufe auf den Tagungen vor oder schreiben Sie uns.
Alle, die uns Ihre Email-Adresse mitgeteilt haben, erhalten unseren Rundbrief in Zukunft auf elektronischem Wege, diesmal wird er allen noch einmal auf dem Postweg zugesandt mit Werbeflyern für unsere Veranstaltungen und unsere Gesellschaft. Weitere Flyer können angefordert werden unter Email: agentur(at)capsi-cum.de.

Eine spannende Lektüre und weiterhin viel Freude bei der Betreuung und Therapie Fastender wünscht Dr. Eva Lischka mit dem Redaktionsteam Andrea Chiappa und Dr. Rainer Matejka

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1. TAGUNG & FORTBILDUNG

33. Fortbildungstagung der ÄGHE am 23./24.06.07 im Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, CH-Edlibach/Zug

Thema „Fasten in spiritueller Dimension und sozial-politischer Verantwortung“
Ein Bericht von Dr. med. Rainer Matejka

Dr. Eva Lischka, 1. Vors. der ÄGHE, Bad Brückenau, begrüßte die rund 25 Teilnehmer der Tagung.
Den Vormittag gestaltete der Direktor des Hauses, Pater Lukas Niederberger SJ, Bad Schönbrunn. Pater Niederberger berichtet über die Geschichte des Lassalle-Hauses, das nach dem Jesuiten Hugo Enomiya Lassalle benannt ist. Lassalle lebte viele Jahre in Japan und beschäftigte sich dort intensiv mit dem Zen. Zen bedeutet so viel wie meditatives Sitzen und vereint buddhistische und taoistische Weisheiten.
Lassalle vereinte christliche Ansätze mit Gedanken des Zen als nachhaltigen Weg zu „heiterer Gelassenheit“. Mit dieser Einstellung überlebte Lassalle im Jahr 1945 den Atombombenabwurf in Hiroshima. Er war zum Zeitpunkt der Explosion nur ca. 1500 Meter vom Epizentrum entfernt.
Pater Lukas Niederberger erläuterte im Weiteren die Architektur des Lassalle-Hauses. Das Gebäude wurde 1968-1970 errichtet und sei mit seinen Proportionen und den verendeten Baumaterialien bewusst im Sinne der Beruhigung und des meditativen Ausgleiches gestaltet worden. Die Jesuiten bieten dort eine Fülle von Seminaren zu spirituellen, sozial-politischen und religiösen Themen an. Derzeit erreiche das Haus eine Belegung von knapp 70% jährlich.
In der Vorgeschichte erwarben die Jesuiten Ende der 20er Jahre ein älteres Kurheim auf dem heutigen Gelände, das schließlich aufgrund der gestiegenen Nachfrage Ende der 60er Jahre dem Neubau weichen musste. Dabei waren die Jesuiten rein offiziell Ende der 20er und 30er Jahre in der Schweiz verboten. Gleichwohl wurde ihr Wirken geduldet. Ähnlich wie andere Religionen stellen Fasten-Beten-Almosen-geben Leitlinien jesuitischen Denkens dar.
Nach dem Mittagessen erfolgte ein Rundgang durch Haus und Geländeunter Führung von Dr. med. Christian Kuhn, der seit Anfang der 90er Jahre mit dem Lassalle-Haus verbunden ist. Die Teilnehmer konnten sich dabei von der besonders auf Ruhe und Harmonie abgestimmten Architektur überzeugen.

Die Fachvorträge wurden durch Einzelfallberichte über das Fasten weitergeführt. Dr. Eva Lischka berichtete über zwei Patienten, die durch wiederholte Fastentherapien beeindruckende Erfolge demonstriert haben. Eine ausführliche Fallbeschreibung folgt weiter unten. Dr. Christian Kuhn berichtete über einen Manager, der eine insgesamt 75-tägige Fastenkur durchführte, die aus geschäftlichen Gründen immer wieder einmal von auswärtigen Hotelaufenthalten unterbrochen werden musste. In diesem Rahmen gelang es dem Patienten dennoch, seinen vorher insulinpflichtigen Typ II Diabetes nahezu zu beseitigen, was wieder einmal die nachhaltige Wirkung des Heilfastens gerade beim Typ II Diabetes unterstreiche.

Am Nachmittag berichtete der Oecotrophologe Dr. Edmund Semler über Mythen, Fakten und Erfolge der Rohkost als alternativer Ernährungsform. Dr. Christian Kuhn referierte über die Ochsenbilder des Zen und gab eine Einführung in die ZEN-Meditation. Die kompletten Beiträge hierzu folgen weiter unten.
Im Anschluß daran hatten die Teilnehmer Gelegenheit unter Leitung von Christian Kuhn eine rund 20-minütige Zen-Übung durchzuführen. Zweifelsohne waren die Teilnehmer von diesem Erlebnis beeindruckt, wenngleich hier und da das Einnehmen der richtigen Haltung nicht ganz einfach war. Fortgeschrittene Zen-Schüler führen bis zu 8-stündige Sitzübungen pro Tag durch, die nach jeweils 25 Minuten kurzzeitig unterbrochen werden.

Am Sonntag bestand am frühen Morgen erneut Gelegenheit, an der Zen-Meditation teilzunehmen. Nach dem Frühstück nahm die MehrzahlGottesdienst unter Leitung von Pater Lukas Niederberger zu besuchen. Im Anschluß daran erfolgte eine Wanderung in den Höhenort Gubel im Wege eines 45-minütigen Fußmarsches. Bei hervorragendem Wetter und Weitsicht schweifte der Blick vom Rigi über den Zuger See bis zum Zürichsee. Am Mittag endete die Veranstaltung mit der Abreise der Teilnehmer. der Teilnehmer die Gelegenheit wahr, den

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TAGUNG & FORTBILDUNG
33. Fortbildungstagung im Lassalle-Haus Bad Schönbrunn

„Rohkost: Mythen, Fakten und Erfolge einer alternativen Ernährungsform“

Dr. oec. troph. Edmund Semler, Stuttgart, A-Engelhartstetten
E-mail: edmund.semler(at)gmx.net

„Zahlreiche wissenschaftliche Studienergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass ein reichlicher Verzehr von Gemüse und Obst das Risiko für verschiedene Zivilisationskrankheiten erheblich zu senken vermag. Es deutet vieles darauf hin, dass die gesundheitsfördernden Wirkungen von Gemüse und Obst im Wesentlichen auf dem Zusammenwirken der in einem natürlichen Lebensmittel vorhandenen Substanzen beruhen. Dabei handelt es sich um additive und synergistische Effekte, die zum großen Teil das antioxidative und krebshemmende Potenzial pflanzlicher Nahrung ausmachen. Dieses Potenzial geht umso mehr verloren, je mehr in das natürlich vorgegebene, komplexe Gesamtgefüge eines Lebensmittels durch diverse Verarbeitungsverfahren, also auch durch Erhitzen, eingegriffen wird. Obwohl unerhitzte Nahrung ein integraler Bestandteil der menschlichen Ernährung und auch wesentlicher Baustein der Vollwert-Ernährung ist, haben sich die moderne Ernährungswissenschaft und Ernährungsmedizin bislang kaum um diesen Aspekt der Ernährung gekümmert. Der Einsatz der Nahrung als Therapeutikum ist ein weitgehend unerforschtes Gebiet in der medizinischen Wissenschaft. Dies ist verwunderlich, da mittlerweile mehr als 100 Jahre fast ausschließlich positive ärztliche Erfahrungen mit Rohkost als Therapieform für verschiedene, auch schwerste Erkrankungen vorliegen, also von gesichertem Erfahrungsgut gesprochen werden kann. Zahlreiche Berichte in medizinischen Fachzeitschriften belegen dies.“
Semler hatte über fünf Jahre hinweg sämtliche verfügbaren Literaturdaten über die Rohkost zusammengetragen und berichtete auch über eigene Erfahrungen mit dieser Ernährungsform.
Beeindruckend die Bilder von Caspari aus dem Jahr 1905, der nach 76-tägiger Rohkost nur noch 41 kg wog bei deutlich erniedrigtem Body-Mass-Index von unter 15! Er habe sich aber wohl gefühlt. Semler beschrieb die unterschiedlichen, z. T. recht fanatisch geäußerten Meinungen zum Thema Rohkost. Während vehemente Befürworter „kochen“ als größte Torheit der Menschheitsgeschichte bezeichnen, bezeichnet Elmadfa die Hitzebehandlung der Nahrung als einen der größten Segen. Semler beschrieb fünf Säulen eines – wie er es nannte – 100%igen Rohkostglaubens: Der angeblich gesunde Menschenverstand, behauptete positive Erfahrungen im Vergleich mit der Gesundheit wild lebender Tiere, Spekulation über angebliche prähistorische Rohkosternährung des Menschen sowie Missbrauch, Ignoranz und falsche Interpretation wissenschaftlicher Erkenntnisse. Semler ging dabei auch auf den Inhalt von Nahrungsmitteln unter Säure-Basen-Aspekten ein sowie die neuere Diskussion sog. „AGEs“, die wesentliche für die Entstehung der Arteriosklerose und Belastung des interstitiellen Bindegewebes (Matrix) verantwortlich sein sollen. In der anschließenden Diskussion waren sich die Zuhörer einig, daß Rohkost als vorübergehende Ernährungsform Heilnahrung vor allem bei athletisch-pyknischen bzw. Pitta-Kapha Konstitutionstypen sein können, daß aber eher Vata-Konstitutionstypen, die dem Astheniker der Kretschmerschen Konstitutionslehre entsprechen, mit ihrer Neigung zum Frieren eher ungeeignet seien.
Die Dissertation kann gegen Gebühr direkt über den Verfasser bezogen werden: Dr. oec. troph. Edmund Semler, Haydngasse 9, A-2292 Engelhartstetten Tel.: +43/(0)2214-2162 Email: edmund.semler(at)gmx.net

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TAGUNG & FORTBILDUNG
33. Fortbildungstagung im Lassalle-Haus Bad Schönbrunn

„Die Ochsenbilder im ZEN“
Dr.med. Christian Kuhn, Klinik Buchinger in Überlingen am Bodensee, www.buchinger.com

„In der ZEN Tradition wird der Weg des Geistes von der Unwissenheit hin zur Erleuchtung,( auf japanisch satori) seit Jahrhunderten sehr anschaulich dargestellt mit den Ochsenbildern. Der Ochse symbolisiert den Urgrund bzw. die Buddha-Natur (oder Christusnatur) des menschlichen Geistes. Inhalt und Ziel der ZEN Übung ist die Selbst-Wesensschau (japanisch kensho), die Erkenntnis, dass das Selbst und das Göttliche eins sind und nie getrennt waren oder sein werden.“ Ursprünglich gab es nur 8 Ochsenbilder, das 9. und 10. wurde im 12. Jahrhundert angefügt.
1. Die Suche nach dem Ochsen: „Der Ochse ist in Wirklichkeit nie verloren gegangen. Da der Mensch sich aber von seinem Wahren Wesen abgewandt hat, ist der Ochse ihm fremd geworden, er hat ihn im Staub aus den Augen verloren…… Gier nach Gewinn und Furcht vor Verlust schießen wie sengende Flammen empor. Vorstellungen von Recht und Unrecht stehen gleich Dolchen auf.“

2. Erblicken der Spuren: „Durch Sutras und Lehren findet er die Spur des Ochsen. Er hat verstanden, dass gleichermaßen alles und jedes eine Offenbarung des Selbst ist. Doch kann er noch nicht Gut und Böse unterscheiden, nicht Wahrheit von Trug……“

3. Erblicken des Ochsen: „Wenn er nur gespannt auf die alltäglichen Laute horcht, wird er zur Erkenntnis gelangen und…… den wahren Ursprung erblicken. Wenn der Hirte die Augen weit aufschlägt, wird er inne, dass das Gesehene vom Ursprung nicht verschieden ist.“

4. Einfangen des Ochsen: „Der Ochse schwelgte solange in der Wildnis, dass es nicht leicht ist, ihn von seinen alten Gewohnheiten loszureißen. Er sehnt sich noch nach dem süß duftenden Gras, noch ist er eigensinnig und wild.“

5. Zähmen des Ochsen: „Erhebt sich ein Gedanke, so folgen weitere und weitere….. die Dinge…… erheben sich einzig im eigenen Geiste. Fest muss der Ochshirt das Leitseil packen und darf keinen Zweifel eindringen lassen.“

6. Heimritt auf dem Ochsen: Der Kampf ist vorüber: Gewinn und Verlust haben sich in Leere aufgelöst. Der Hirt… spielt auf der Flöte. Er reitet auf dem Ochsen heim in heiterer Gelassenheit.“

7. Der Ochse ist vergessen, der Mensch bleibt: „Im Dharma gibt es keine Zweiheit. Der Ochse ist unser urinnerstes Wesen – das hat er nun erkannt. Es ist, als wäre der Mond zuwischen den Wolken zum Vorschein gekommen. Ein Strahl von klarstem Glanz scheint immer da von Urbeginn an“

8. Ochse und Mensch sind vergessen (Darstellung des leeren Kreises)
„Aller Verblendung ist er ledig, und auch alle Vorstellungen von Heiligkeit sind verschwunden. Nicht länger braucht er „in Buddha“ zu verweilen, und schnell geht er durch „Nicht-Buddha“ hindurch. Die tausend Augen können an ihm, der an keinem von beidem mehr haftet, nichts bemerken. Ochs und Hirte gehören gleichermaßen der Leere an.“

9. Zum Ursprung zurückgekehrt: „Der Hirte beobachtet das Werden und Vergehen des Lebens in der Welt und weilt in gelassener Ruhe. Warum sollte es notwendig zu sein, um irgend etwas zu Ringen. In sich ruhend betrachtet er den Wandel der Dinge.“

10. Betreten des Marktes mit offenen Händen: „Mit entblößter Brust kommt er barfuss zum Markte. Schankwirte und Fischhändler führt er auf den Weg, ein Buddha zu werden. Er lacht breit übers ganze Gesicht und bringt verdorrte Bäume schnell zum Blühen.“

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„Einführung in die Meditation nach Art des ZEN“

von Dr. Christian Kuhn

ZEN ist eine Abkürzung des japanischen Wortes „Zenna“, das die Übertragung des indischen Sanskrit Wortes „Dhyana bzw. des chinesischen „Ch’an“ oder „Ch’anna“ ist und Konzentration oder Versunkenheit bzw. Versenkung bedeutet, auch Vereinigung mit dem Höchsten. ZEN ist die Verbindung von Mahayana-Buddhismus (Buddha, „der Erwachte“ lebte von 560 – 480 vor Christus im nördlichen Indien) und dem Taoismus des Laotse (571 – 480 v. C. in China)
Die erste Stufe der Meditation ist das Bemühen, den Geist zur Ruhe (skt. Samatha) zu bringen. Dazu wird der Geist konzentriert auf den Atem als Symbol des Hier und Jetzt. Nur dieser eine Atemzug erhält jeweils volle Aufmerksamkeit. Anfangs werden die Atemzüge gezählt jeweils auf das Ausatmen von 1 – 10, dann wieder bei eins beginnen.
Neben der geistigen Ruhe wird damit auch die Achtsamkeit des Geistes geübt, nicht nur für den Atem sondern auch für Körper Seele und Geist und für das Denken Reden und Tun.
Auf der zweiten Stufe wird zur Erlangung von Weisheit geistige Einsicht (skt. Vipasyana) geübt. Diese Einsicht bezieht sich einerseits auf das Karmagesetz, das Gesetz von Ursache und Wirkung. Dies besagt, dass alles was von mir ausgeht, zu mir zurückkommt („ihr werdet ernten, was ihr gesät habt“). Wenn ich Glück ernten möchte, muss ich auch Glück säen, d.h. zum Glück und zum Wohl der anderen beitragen und negative Emotionen wie Aggression, Hass, Neid u.a. achtsam versuchen zu vermeiden.
Zweitens bezieht sich die Einsicht auf das Phänomen der sogenannten Leerheit als Folge des abhängigen Entstehens. Alle Dinge, die das Ego begehrt, haben will oder nicht loslassen will, sind leer von einem wirklichen eigenen Wert. Sie sind abhängig von ihren Ursachen, ihren Teilen und ihren Bewertungen, aber leer von einer eigenen absoluten Existenz. Dies gilt auch für das Ego selbst, das mit seinem Haben und Festhalten Wollen Ursache des Leidens ist.
Auf der dritten Stufe wird dann auf dem Boden dieser Erkenntnis liebendes Mitgefühl mit allen fühlenden Wesen geübt zusammen mit Verzeihen, Geduld, Toleranz und Großzügigkeit. Wenn wir mit unserem Denken, Reden und Tun das Glück der anderen vermehren, vermehren wir unser eigenes Glück.
Auf der vierten Stufe der Meditation wird die geistige Versenkung (skt. Samadhi, jap. Zanmai) geübt. Ziel dieser Versenkung ist die mystische Vereinigung mit dem Göttlichen, die Einheitserfahrung der Mystiker aller Religionen und aller Jahrhunderte. Die Überwindung oder Transzendenz der Dualität, des Getrennt Seins, führt zur Erfahrung, dass der Mensch und das Göttliche nicht getrennt waren, sind oder sein werden. Der Mensch ist Inkarnation des Göttlichen, hat Buddha- oder Christusnatur.
Diese Einheitserfahrung führt dann auf der fünften Stufe zur Erleuchtung, zum Erwachen, zur Erkenntnis dieser nicht dualen Einheit. Das ist japanisch Kensho, die „Selbst-Wesensschau“ oder Satori enstprechend dem Sanskrit Wort Nirwana, der Befreiung aus dem Samsara, dem Kreislauf des Leidens.
Der Weg des Geistes nach Art des Zen hat breite Gemeinsamkeiten mit dem Weg auch der christlichen Mystiker.

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2. TERMIN & NOTIZ

Termine 2007

29. Oktober 2007 – Wissenschaftliche Sitzung der ÄGHE auf der 41. Medizinische Woche im Kongresshaus Baden-Baden

Veranstalter: Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V.
Vorsitz: R. Stange, Berlin

8.30 Begrüßung E.Lischka, Bad Brückenau
8.40 Akzeptanz und Interesse für Fasten in der Bevölkerung
R. Stange, Berlin
9.10 „Schwächung des Chi oder Reinigung des Körpers?
Fasten in TCM und Ayurveda“ A. Michalsen, Essen
9.40 Kasuistiken zur Fastentherapie E. Lischka, Bad Brückenau
10.20 Ernährungsmedizin in der Schwerpunktpraxis
M. Ritzmann-Widdrich, Rottweil
10.40 Entzündungshemmung durch Ernährung?
O. Adam, München

Anmeldung nicht erforderlich, die Teilnahme ist im Rahmen
des Tagungsprogramms (Dauer- oder Tageskarte!) frei.
Weitere Infos zur Medizinischen Woche unter www.medwoche.de

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Termine 2007

24. November 2007 – 34. Fortbildungstagung der ÄGHE in Berlin
Immanuel-Krankenhaus
Rheumaklinik und Zentrum für Naturheilkunde

Vorläufiges Programm

Samstag 9.30 – 18.00 Uhr
* Optimierung stationärer Fastentherapien unter DRG-Bedingungen
R. Brenke, Bad Ems
* Kasuistiken zur Fastentherapie Moderation: E. Lischka
* Fasten in außereuropäischen Kulturen A. Michalsen, Essen
* Ernährung als Gesundheitsrisiko, Ernährung als Prävention
– erste Ergebnisse der EPIC-Studie N.N., Potsdam-Rehbrücke

19.00 bis ca. 24.00 Uhr
Kulturprogramm und gemeinsames Abendessen,
Einzelheiten werden bei Anmeldung mitgeteilt.

Teilnahme an Tagung ist kostenfrei – Anmeldung erforderlich:
Immanuel-Krankenhaus, Abt. f. Naturheilkunde
Chefarzt Dr. med. Rainer Stange
Königstrasse 63, D-14109 Berlin
Tel +49 (0)30 80505-691 Fax +49 (0)30 80505-692
Email naturheilkunde(at)immanuel.de
Web www.charite.de/naturheilkunde
www.immanuel-krankenhaus.de/Fachgebiete/naturheilkunde

Übernachtungsmöglichkeit:
Hotel Art Nouveau, zentrale Lage in der City-West
Leibnizstrasse 59, 10629 Berlin-Charlottenburg
Tel. 030-327744-0, FAX 030-327 744-40
EZ 98.- DZ 126.-, bitte auf ÄGHE berufen www.hotelartnouveu.de
Transport zum Tagungsort und zurück wird gemeinsam organisiert
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten z.B. über www.berlin.de

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Termine 2008

28./29. Juni 2008 – 13. Fastenärztetagung der ÄGHE in Warnsdorf.

Schloß Warnsdorf Klinik Dr. Scheele
Schloßstraße 10, 23626 Warnsdorf/Ratekau
Tel 04502-84 00 Fax 04502-84 02 84
EMail info@schloss-warnsdorf.de Web www.schloss-warnsdorf.de

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TERMIN & NOTIZ

Neue ÄGHE-Mitglieder
Wir freuen uns vier neue Mitglieder begrüßen zu dürfen:

– Herr Dipl.Ing. Ralf Bodeutsch in Jena, info(at)fastenwandern-bodeutsch.de, www.fastenwandern-bodeutsch.de
– Herr Dr. med. Reno Popp in Jena, medpopp(at)gmx.de
– Fastenpraxis Frau Ida Hofstetter in Männedorf, Schweiz, info(at)fastenpraxis.ch, www.fastenpraxis.ch
– Frau Dr. med. Wiebke Jungjohann in Heide

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3. THERAPIE & FALL

Patientenfalldarstellungen von Eva Lischka, Malteser Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau, www.weckbecker.com

1. Frau S., 68 Jhr., Lehrerin i.R., wird von Ihrer Hausärztin im Jahr 2006 zu 3 Wochen Fastentherapie in der Klinik motiviert: „Zwiebelkur, bei jedem Fasten etwas weniger Gewicht“
Diagnosen: Diabetes m. II seit 2001 (Tbl), arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, Adipositas, seit 1989 (50. Lj.) jedes Jahr 1 Kg Gewichtszunahme, 1995 erhöhte NüBz-Werte
Werte: Größe 1,63m, Gewicht: 87,7 -> 79,7kg, BMI: 33,0 -> 29,9kg, HbA1c: 7,8 -> 7.0%, RR: 180/85 -> 130/80
Medikamente: Novonorm, Glucophage, HCT 25 abgesetzt, Amlodipin fortgeführt.
Therapie: Zuhause 1 Fastentag / Woche , Nordicwalking 2 Std/Woche, 2007 wieder 2 Wochen stationär, 17 Fastentage (zuhause weiter)
Werte: 80,5 -> 74,2kg, BMI: 30,2 -> 27,9, HbA1c: 6,0%
Konklusion: Patientin mit Diabetes m.II, arterieller Hypertonie, Hyperlipidämie bei Adipositas, konnte durch zwei Fastentherapien von 18-tägiger Dauer ihren HbA1c Wert von 7,8 auf 6,0 und den BMI von 33 auf 27,9 verbessern.
Die Patientin wünscht 2008 wieder zu kommen.

2. Frau B., 86 Jhr, Redakteurin i.R.
Diagnosen: 1978 papillär. Schilddrüsenca re (Radiatio, Radiojodtherapie), 1989 papillär. Schilddrüsenca re (Op., Neckdissection), Im Anschluß lichenifiziertes Hautekzem mit massiven Schwellungen Gesicht, Arme, massiver Juckreiz
Therapie: 1990 1. stationäre Behandlung: 23 Fastentage
Größe 1,61cm, Gewicht 59,5kg->53kg, deutliche Besserung des Hautbefundes
weiterer Verlauf: Fastet seither jährlich 3-4Wochen, 6wöchige stat. Reha von AOK erstattet. Hautbefund bessert sich zunehmend, Coxarthrose bessert sich, sodass die passionierte Dressurreiterin nach der Kur jeweils wieder reiten kann. Von Seiten der Haut jeweils für ein ¾ Jahr beschwerdefrei. Seit 2002 wächst ein Rezidiv des Ca im re Halsbereich, Behandlung lehnt die Patientin ab.
5/2005: TEP re Hüfte, 8/2005 li Hüfte -> kann wieder schmerzfrei gehen, lebt im Haus mit Hilfe einer Zugehfrau, will bis an ihr Lebensende Fastenkuren durchführen.
2007: Tumor beginnt zu bluten, besonders nachts, wenn Sie auf rechter Seite schläft. Hb bei 9mg/dl bei Aufnahme, Pat. nimmt Eisenpräparate, empfindet das Bluten als Erleichterung ihrer Hautbeschwerden. Sie fastet 12 Tage ohne besondere Vorkommnisse; ihr Ziel: nervlich erholen, da sie beim Sozialgericht um Kostenerstattung streitet, die die AOK diesmal verweigert. Pat. hat ihr Testament gemacht: “Bin auf den Tod vorbereitet“. Sie reist zufrieden wieder nach Hause. Es wurde Ihr empfohlen, die Möglichkeit einer Radiojodtherapie oder einer Operation mit Nervenmarkierung abzuklären.
Konklusion: Eine 86-jährige Patientin, die regelmäßig seit 1990 jährlich stationär fastet, besserte dadurch ihre nach Neckdissection wegen eines Schiddrüsencarcinoms aufgetretene Neurodermitis, Coxarthrosebeschwerden und fastete jetzt trotz Blutungsanämie bei lokalem Schildrüsenca-Rezidiv, dessen Behandlung sie ablehnt, ohne Komplikationen.

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4. WISSEN & WERT

Neue Einsichten:
Die DGE erkennt den Wert des Fastens an

Unter der Frage „Ist Fasten zur Gewichtsreduktion geeignet?“ hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nun wiederholt positiv Stellung zum Fasten genommen.

Eine Gewichtsreduktion kann mit Fasten alleine nicht dauerhaft erreicht werden, wenn nicht gleichzeitig eine Veränderung des Lebensstils (Ernährung, Bewegung …) erfolgt. Allerdings kann gerade dies durch eine Fastenkur erreicht werden. Für alle Fastenerfahrenen, die Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) und den UGB ist das seit langem eine Selbstverständlichkeit.
Seit einiger Zeit schließt sich auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung dieser Meinung an. Schon im DGE-Info 2/2005 schrieb die DGE: „Die vorhandenen Erfahrungsberichte zeigen, dass Heilfastenkuren oftmals zu einer gesundheitsbewussteren Lebensführung und Änderung des Ernährungsverhaltens führen. Das Heilfasten kann damit ein Impuls für die Änderung des Lebensstils und zur Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten sein.“ Ähnlich schreibt das aktuell im Jahr 2007 Christel Rademacher, Chefredakteurin des DGE-Info mit zwei Co-Autorinnen: „Richtig durchgeführtes Fasten kann allerdings ein Einstieg ins Abnehmen sein. Manche machen (…) die Erfahrung, dass man sich auch ohne Nahrung wohl fühlen kann. Die Geschmackssinne werden geschärft und (…) diese Erfahrungen können eine anschließende Ernährungsumstellung erleichtern. Den besten Effekt erreicht man, wenn man das Fasten in Form eines Urlaubs (Fastenwandern) oder eines Kurlaubs unter fachlicher Anleitung durchführt und sich nach den Fastentagen ein bis zwei Wochen Zeit nimmt, um neue Ernährungsgewohnheiten zu erlernen und zu festigen.“
Frau Rademacher und die DGE weisen zwar auch darauf hin: „Beim Fasten baut der Körper nicht nur Fett aus den Fettzellen ab, sondern auch Muskeln.“ Fastenerfahrene wissen allerdings, dass durch ein gut geführtes Fasten der Eiweißabbau sehr gering ist und die Leistungsfähigkeit kaum bis gar nicht beeinträchtigt wird. Das „Heilfasten“ nach Buchinger ist generell ein ganzheitliches Programm, das ein gut ausgearbeitetes Bewegungsprogramm und weitere Begleitmaßnahmen umfasst und das nachhaltige Lebensstiländerungen ermöglicht.
Quelle: verlinkt auf www.ugb.de/fasten

Auch in der neuen Adipositas-Leitlinie der DGE wurde der Begriff des Heilfastens aus der negativen Bewertung herausgenommen. Siehe Artikel ÄGHE-Newsletter 1/2007 und www.dge.de/pdf/ll/Adipositas-Leitlinie-2007.pdf . Jetzt heißt es: „Extrem einseitige Diäten (z.B. totales Fasten) sind wegen hoher medizinischer Risiken und fehlendem Langzeiterfolg abzulehnen.“

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Internet-Auftritt der ÄGHE:

höchste Besucherzahlen vor der Osterzeit! So hatten im Monat März über 1540 Besucher unsere Webseiten angeklickt.

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5. FASTEN & KURIOSES

Lebensverlängernd: Der Trick beim Fasten

vbe. Schon lange weiss man, dass eine Reduktion der aufgenommenen Kalorien das Leben vieler Tierarten verlängert. Dieser Effekt scheint nicht auf der Verringerung des oxidativen Stresses, sondern auf einem spezifischen Signalweg zu beruhen. Nun haben kalifornische Forscher beim Fadenwurm Caenorhabditis elegans einen Teil dieses Signalwegs entdeckt: das Gen PHA-4, dessen Produkt während der Embryonalentwicklung den Bau des Darms steuert. Schalteten die Forscher dieses Gen beim erwachsenen Wurm aus, so hoben sie damit den Effekt des Fastens auf. Eine Überproduktion des PHA-4-Proteins hingegen wirkte unter bestimmten Bedingungen lebensverlängernd – auch ohne Diät.
Bei Säugetieren gibt es gleich drei mit PHA-4 verwandte Gene, deren Produkte bei erwachsenen Tieren die Produktion des Stoffwechselhormons Glucagon und damit den Blutzuckerspiegel regulieren. Ob auch sie zur Wirkung der Kalorienreduktion beitragen, wollen die Forscher nun an Mäusen untersuchen. Wie die «International Herald Tribune» schreibt, haben die Wissenschafter aber bereits ein Patent beantragt, das auf der Nutzung dieser Gene beruht.
aus der Onlineausgabe der NZZ: Nature, Online-Publikation vom 3. Mai 2007.

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FASTEN & KURIOSES

Die Herausforderung: Der Pernegger Fastenpilgerweg – 179km die Thaya entlang

Fastenpilgerweg – ein Stück Abenteuer in einer sonst so geregelten und durchorganisierten Alltagswelt.
Nebelstein klingt geheimnisvoll, alte Sagen ranken sich um die Riesenblöcke. Eine Wanderung, angewiesen auf die eigene Kraft und die stärkende Gemeinschaft der Gruppe und die im Rucksack mitgetragene, allernötigste Ausrüstung.
Der „Thayatalweg“ beginnt in Retz im Weinviertel, folgt in weiten Teilen der Thaya und berührt sie vielerorts an ihren romantischen Punkten. Imposante Burgen und Schlösser erwarten den Pilgerer auf dieser spannenden Tour.
Prof. Angerer lädt ein, einzigartige Landschaften und interessante Menschen kennen zu lernen und ganz besonders, mit jedem Schritt ein Stück näher auf sich selbst zuzugehen.

* Täglicher Bustransfer zu den Start und Zielpunkten der Tagesetappen
* Fastenmesse am Pilgerweg
* Meditationen und Entspannungsübungen
* Einblick hinter die Klostermauern, Stiftsführung in Geras
* Perlmuttmanufaktur in Felling
* auf den Spuren des Kräuterpfarrers in Karlstein
* Schlossbesichtigungen in Weitra u.v.m.

„Ich werde getragen, bin angenommen und finde letztendlich Ruhe und Vollendung in einem „Gott, der mir näher ist als ich mir selbst“, wie es Augustinus von Hippo formulierte.
Diesem Gott und auch uns selbst zu begegnen,machen wir uns auf den Weg durch die schöne, weite Natur. Wir wollen uns als Teil der Schöpfung verstehen, still werden und glücklich sein. Seelisch gestärkt und körperlich regeneriert, können und wollen wir das Leben neu beginnen.“ Prälat Univ.-Prof. DDr. Joachim Angerer

Anmeldung Kloster Pernegg über www.fasten.at

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6. BUCH & TIPP

Neu erschienen:
Mein Weg zum Wohlfühlgewicht – Die Lust am leichteren Leben
Ein ganzheitliches Lebens- und Ernährungskonzept von Peter Faulstich

In Deutschland sind mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung und etwa jedes 5. Kind übergewichtig. Im krassen Gegensatz zu diesen Zahlen gehört die gute Figur heute mehr denn je zu den Grunderfordernissen unserer Gesellschaft. Viele leben von einer Diät zur nächsten, führen einen ständigen Kampf gegen den Heißhunger oder greifen zu Appetitzüglern, Schlankmachern, Pulvernahrungen und wasserausschwemmenden Mitteln. Allen gemeinsam ist, dass sie langfristig nicht wirken. Untersuchungen zeigen, dass mit Hilfe von Diäten bzw. FDH nur bei einer von 100 Personen langfristige Erfolge auftreten.
So aktiviert der Körper während einer Diät sein „Energiesparprogramm“. Besonders dann, wenn Sie im Sinne von FDH die Nahrungsmenge reduzieren, aber nicht auf die Qualität der verbleibenden Nahrung achten. Den Zellen gehen regelrecht die für die Verbrennung der Nährstoffe notwendigen Vitalstoffe aus. Zudem sind Diäten in der Regel mit Verboten verbunden, die sich auf Speisen beziehen, die normalerweise gerne gegessen werden. Mit zunehmender Dauer der Diät wird der Verzicht unerträglich. Diese Situation beschreiben Übergewichtige mit einem unwiderstehlichen Heißhunger gerade nach den verbotenen Lebensmitteln, die „Diätsünden“ oder Schlemmphasen geradezu provozieren und anfängliche Erfolge zu Nichte machen.
Jojo-Effekte sind folglich das Ergebnis einer insgesamt falsch verstandenen Diätmentalität, die durch ständiges Wiegen, Kalorienzählen, Verbote und unrealistische Ziele Essstörungen fördert, aber nicht das gewünschte gesunde Essverhalten. Notwendig wäre eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, den individuellen Problemen und Gefühlen sowie dem Essverhalten. Denn viele Menschen benutzen Essen als Stimmungsaufheller, Beruhigungstablette, Trostspender, zur Ablenkung und Belohnung oder als Ersatz für Bedürfnisse, denen im stressigen Alltag nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet wird. Schuldgefühle, Vorwürfe, ein schlechtes Gewissen nach fehlgeschlagenen Diätversuchen sowie die Ablehnung dem eigenen Körper gegenüber setzen zusätzlich emotionale Prozesse in Gang, die immer wieder als Essauslöser wirken.

„Aufgrund dieser Zusammenhänge möchte ich Sie in meinem Buch dazu ermuntern, mit einem durch eine professionelle Heilfastentherapie eingeleiteten neuen Körper- und Selbstverständnis sich und anderen gegenüber eine liebevolle Einstellung zu entwickeln. Es handelt sich um ein Lebens- und Ernährungskonzept, das Sie darin unterstützt, Körper, Geist und Seele in eine harmonische Einheit zu bringen. Im Vordergrund steht neben einem gezielten Mentaltraining die Motivation zu einer gesunden und aktiven Lebens- und Ernährungsweise. Alle Empfehlungen, Tipps und Übungen sollen Sie darin unterstützen, langfristige Erfolge zu erzielen bzw. das Erreichte zu stabilisieren. Dabei verbiete ich nichts, sondern biete an. Nur wer etwas Neues kennenlernt, das eine Steigerung von Lebensqualität und Lebensfreude mit sich bringt, ist bereit, altes über Bord zu werfen.
Mit diesem Ziel habe ich speziell für Übergewichtige, aber auch für jeden, der für seine Gesundheit etwas tun möchte, eine stoffwechselaktive Vollwertkost entwickelt, die Ihnen die praktische Umsetzung meines Ernährungskonzeptes ermöglicht. Sie werden sogar erleben, dass Sie Ihren Genuss durch eine bessere Lebensmittelqualität steigern. Gut essen macht Lebenslust! Gerade das ist es, was viele Übergewichtige wieder lernen müssen – Essen als etwas Positives zu empfinden, einen kreativen Umgang damit zu pflegen und es mit allen Sinnen zu genießen. Auf diese Weise wird es Ihnen gelingen, Barrieren auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht Schritt für Schritt aus dem Weg zu räumen.“

Schluss mit Kalorienzählen, Jojo-Effekt und schlechtem Gewissen:

o Ganzheitliches Lebens- und Ernährungskonzept
o Mit Motivationstraining den emotionalen Hunger im Griff
o Heilfasten – ein Segen für Körper und Seele
o Stoffwechselaktive Vollwertkost mit über 200 Rezepten

Gebundene Ausgabe: 360 Seiten, Verlag: Schlütersche Verlagsgesellschaft, ISBN-10: 3899935349, EUR 24,90 Bestellung
Exklusive Bestellmöglichkeit signierter Exemplare über den Autor in der Malteser Klinik von Weckbecker. Email: Peter.Faulstich(at)malteser.de

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